Der Kreative Mensch

Theorie

 

Theorie

Die Punkte

  • Der kreative Mensch ist flexibel, sensibel, sinnlich & offen .
  • Er ist ziemlich ausgefallen und ganz normal. Er ist sowohl als auch - außerhalb und innerhalb der Normen.
  • Er lässt gerne los! Stellt die Gegenstände seiner Umgebung auf Rollen.
  • Manchmal leger und großzügig, manchmal penibel, penetrant und genau. Er lebt in verschiedenen Phasen. Projekte bestimmen sein Leben. (Ein Projekt hat einen Anfang und ein Ende)
  • Die Dinge, die ihm begegnen, nimmt er als Angebote wahr auch wenn diese nicht offensichtlich als Angebote ausgestellt sind.
  • Er kann ablehnen.
  • Er kann. Er muss nicht.
  • Er kann Aufmerksamkeit auf einen Fokus richten und Aufmerksamkeit streuen. Sich lenken und ablenken lassen, Ziel gerichtet vorgehen, genauso wie entspannt baumeln.
  • Er ist neugierig. Manchmal ist er sehr faul.
  • Er weiß um seine Kreativitätskiller. Es sind Sätze wie „das liegt mir nicht, das kann ich nicht, wie sieht das aus, was denken andere“ die den kreativen Prozess blockieren.
  • Er sagt Ja statt Nein. Auch Ja zu einem Nein.
  • Er pflegt Wünsche und Träume. Sie sind der Grund seines Handelns, das Motiv und der Motor schöpferischer Kraft.
  • Er weiß, dass er alles in sich hat, was er braucht.
  • Er vergleicht sich nur mit sich selbst, nicht mit anderen.
  • Er glaubt an sich. Und dass es aus einer unangenehmen Lage viele kreativen Auswege gibt.
  • Er ist glücklich, wenn er Liebe, Schmerz, Trauer, Ärger, Wut, Schwäche, Angst empfindet. Alles ist wertvoll. Schöpferischer Sprit und Spirit.
  • Er behauptet sich: Wenn er abgelehnt wird, zeigt er immer wieder sein unumstößliches Interesse. Er ist penetrant. Er behauptet auch seine Tränen und seine Schwäche.
  • Interesse statt Abneigung: Seine Einstellung ist positiv: beim Anblick eines alten Koffers, denkt er nicht, wie unangenehm, sondern er zeigt sich interessiert „ eh, was für ein alter Koffer! Wie kommt er hierher, wem gehört er, ….
  • Er mag unangenehme Gefühle genauso wie angenehme. Er setzt diese als Kraft direkt um und integriert sie in sein Tun, sein Spiel.
  • Es liebt Menschen mit Mängeln, Defiziten. Alles ist kreatives Material, dient dem Weiterkommen, eine Hakennase genauso wie ein gebrochenes Bein! Menschen haben keine Fehler! Menschen haben Besonderheiten.
  • Er spielt m i t seinen Mitmenschen und nicht gegen sie, auch nicht ohne sie.
  • Er wagt sich in fremdes Terrain, mischt sich ein, produziert Konflikte. Dadurch entwickelt er ein Gefühl für die Situation, der er nicht ausgeliefert ist. Er probiert spielerisch seine Einflussmöglichkeiten aus, spielt mit Macht und Machtgefälle, mit Status und unterschiedlichen Rollen.
  • Er ist charakterlos, h a t nicht einen Charakter, sondern viele unterschieldlichen Charakterzüge, die scheinbarn nicht zusammenpassen. Wenn er Lust hat, ist er unfreundlich, zeigt seinen Ärger, oder seine Liebe.
  • Er muss nicht freundlich sein, ist gezielt unfreundlich und überzeugt freundlich. Er bestimmt selbst, wann er so sein will und wann anders. Er ist eine Provokation, weil er freier ist als andere.
  • Er nutzt das „Nichts machen“, die Stopps, die Pausen für seine Re-Kreation. Er wartet nicht. Er übt sich darin ein Empfinden für den richtigen Zeitpunkt zu entwickeln.
  • Er beschäftigt sich mit Lösungen, statt mit Problemen, (viele Menschen nehmen ständig Störungen wahr). "Hier riecht es aber streng."
  • Er gibt sich nicht mit der erstbesten Lösung zufrieden, er sucht auf unterschiedlichen und verrückten Ebenen.
  • Er hält sich zurück mit Meinungen und Gewohnheiten.
  • Er ist fähig zu Sprüngen und Brüchen, die Welt des Unlogischen, Intuitiven fasziniert ihn nicht nur, sondern ist darin zuhause.
  • Er mag Wettstreit, Reibung, Widersprüche, er liebt hohes Energieniveau, kann schnell in andere Zustände wechseln. Er liebt Leere und Stille.
  • Er hat Humor. Er lacht. Er weint.
  • Klagen verwässert die Intensität der eigenen Schaffenskraft. Klagen bedeutet, Spannung ablassen. Aber oft steht am Anfang alles Schaffens als eine Art „kreative Unzufriedenheit“ oder „kreative Unruhe“.
  • Er ist an Macht interessiert und daran, dass sich auch sein Gegenüber in der Kommunikation mit ihm gestärkt und nicht entmachtet fühlt. Er spielt mit Status, kann seinen eigen Status beliebig verändern, weil er liebevoll damit spielt und sich nicht bierernst nimmt.
  • Er ist nicht angewiesen auf starke oder gleichstarke Partner, er kann die Vorzüge von (scheinbar) unterlegenen Menschen sehen und nutzen. „Das Unvollkommende schadet dem Vollkommenen nicht“ (chinesische Weisheit) –
  • Er verlangt nicht von andern, was er selbst gerne hätte, selbst gerne wäre, denn er will sich selber leben.
  • Es hat Biss ohne zu verwunden!
  • Er besitzt ein sich selbst entwickelndes Selbstbewusstsein
  • Der KM bringt sich vielseitig ein, er vernetzt sich und wertschätzt die Unterstützung, die er von vielen Seiten erfährt. Er versucht soviel wie möglich Kontakte, Beziehungen einzugehen und zu pflegen. Kommunikation ist befriedigend und inspirierend.
  • Widerstände äußern sich in „keine Lust haben, müde sein, krank werden“. Es ist eine kreative Leistung Widerstände als Herausforderungen aufzuwerten und sehr neugierig zu sein, was einem den Weg versperrt.
  • Die eigenen Grenzen wahrzunehmen, diese sich zuzugestehen, ist der erste Schritt sie zu erweitern.
  • Die Bühnensituation und die schöpferische Arbeit verlangen das kunstvolle Umgehen mit Emotionen. Ein essentieller Unterschied besteht zwischen Bühnen-Emotion (Kunst-Produkt) und Arbeits-Emotion (Prozess-Emotion).
  • Ein Sinn für den Kreativen Menschen besteht darin, den verdrängten Seiten des Lebens Ausdruck zu verleihen. Statt „verstecken“ wählt er „zeigen“.
  • Auswegslose Situationen sind eine Herausforderung für ihn. Durch seine komplexen Fühl- und Wahrnehmungsstrukturen kann er Ebenen wechseln und so in neue Räume gelangen, die erst dort eine Lösung ermöglichen. Er macht sich Antworten anderer zu nutze: wie haben sie es geschafft?
  • Er weiß: es zählt, was ich denke, es zählt, was ich tue und es zählt, was ich lasse und es zählt vorallem, was ich fühle. Zahlen summieren sich.
  • Er ist frei: kann tun, was er will, denn er verantwortet alles. Insbesondere weiß er, was er will.
  • Sein Wille ist ihm nicht das höchste Gut, er folgt meist seiner Intuition, denn er vertraut dem Unbewußten, unkontrollierbaren, wodurch er den größtmöglichen Einfluss darauf hat. Die Verbindung mit dem Unbekannten durch ein Verbündet sein.
  • Er ist konstruktiv statt kritisch (in Kritik, steckt oft Abwertung, weshalb viele Menschen Kritik zu Recht fürchten.) Der KM bejaht das Vorgefundene und führt es weiter in seinem Sinne, daraus kann etwas völlig anderes werden, aber er zerstört nicht, weil er nicht abwertend kritisiert. Was für ihn auch nicht nötig ist.
  • Handeln ist leicht. Er sieht in jedem Moment seines Lebens Handlungs-Spielräume. Wenn ein Mensch in einem bestimmten Gebiet keine Handlungsmöglichkeit sieht, ist er nicht kreativ. Will er kreativ werden, kann er sich aus den dicken Punkten einen aussuchen. Sie sind wie Dietriche zu Schlössern, die eine für ihn verschlossene Tür öffnen.
  • Es ist möglich, ein KM zu werden, es ist ein Weg, ein nicht endender, aber eines ist gewiss: der KM hat es verhältnismäßig leicht und er ist verhältnismäßig glücklich.
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